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Baden-Württemberg zählt in Deutschland und Europa zu den Spitzenstandorten in den Lebenswissenschaften und der Biotechnologie. Welche Faktoren dafür maßgeblich waren und sind, erfahren Sie in diesem Kapitel.
Biotechnologie-Standort Baden-Württemberg (pdf - Poster)
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Der größte Teil der Biotech-Unternehmen in Baden-Württemberg entfällt mit rund 53 % auf den Bereich der analytik einschließlich analytischer Dienstleistungen. Im Bereich Medizin und Pharma sind 36 % der Firmen in der Diagnostik und 29% im Feld der Therapeutika aktiv.Sieben Prozent sind im Bereich Umweltbiotechnologie und 13 % in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion tätig. Der verbleibende Teil hat sich z. B. auf biotechnologische Einsatzbereiche wie Genom- und Proteomforschung oder Gewebekonstruktion (Tussue Engineering) spezialisiert.

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Verteilung baden-württembergischer Biotech-Firmen auf biotechnologische Anwendungsgebiete |
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Vernetzte Zentren
Über die Landschaft der baden-württembergischen Biotechnologiebranche spannt sich ein Netz aus regionalen Zentren: Zu ihnen zählen das Rhein-Neckar-Dreieck mit Heidelberg, der Raum Freiburg und der südliche Oberrhein bis nach Konstanz, Stuttgart/Neckar-Alb mit Tübingen sowie Ulm einschließlich der Standorte Biberach, Laupheim und Oberkochen.
Zwei dieser „Knotenpunkte“ gingen in den Jahren 1996 und 2001 als Gewinnerregionen aus den bundesweiten Biotechnologie-Förderwettbewerben „BioRegio“ und „BioProfile“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor. Aber auch die Regionen Baden-Württembergs, die in diesen Wettbewerben nicht zu den Gewinnern gehörten, haben mit Unterstützung der Kommunen, Städte und Universitäten eine beeindruckende Entwicklung vollzogen.
Bildung, Wachstum und Erfolg solcher regionaler Zentren (engl.: „Cluster“) sind an verschiedene Faktoren gekoppelt: Hierzu gehört vor allem die Nähe der Unternehmen zu wissenschaftlichen Einrichtungen. Ein hervorragendes wissenschaftliches Umfeld wird von vielen Firmen als erfolgsbestimmend angesehen. Zweitens bieten vom Land unterstützte Technologieparks den Existenzgründern und jungen Unternehmen die benötigte Infrastruktur (z. B. Laborräume und Büroflächen) für eine Ansiedlung zu attraktiven Preisen. Ein weiterer Faktor ist nicht zuletzt ein gut funktionierender Technologietransfer. Die Kooperation von Wissenschaft, Industrie, Kommunen und Finanzgebern in unmittelbarer Nähe zueinander begünstigt maßgeblich die Neugründung und das Wachstum junger Unternehmen.
Landesweite Förderung und Dienstleistung
Das Land Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren rund 13 Mio. Euro in die so genannten „Bioparks“ der oben genannten Zentren investiert, an denen heute mehr als 90 Firmen ansässig sind. Im Dezember 2002 wurde durch das Landeskabinett ein Biotechnologie-Förderprogramm beschlossen, das mit zusätzlichen 29 Mio. Euro vor allem die Forschung mit modernsten Methoden und Technologien an den Universitäten unterstützen wird. Weiterhin geben landesweite Businessplanwettbewerbe jungen Existenzgründern Starthilfen und Begleitung bei dem äußert risikoreichen und mit hohen Investitionen verbundenen Aufbau eines eigenen Unternehmens.
Seit Januar 2003 hat BIOPRO Baden-Württemberg als zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Biotechnologie die Arbeit aufgenommen: Diese Landesgesellschaft trägt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Forschungseinrichtungen und Firmen in Baden-Württemberg bei und bietet Dienstleistungen für Wissenschaftler und Biotechnologieunternehmen, die ihre Forschungsergebnisse wirtschaftlich verwerten wollen. Weiterhin gehört es zu ihren Aufgaben, internationale Pharmaunternehmen auf der Suche nach neuen Produktideen sowie Anleger und Kapitalgeber auf die Biotechnologieindustrie des Landes aufmerksam zu machen.
Zahl der Unternehmen in Biotechnologieparks des Landes Baden-Württemberg
Technologiepark Heidelberg 60
Technologiepark Freiburg 12
Life Science Center Esslingen 8
Technologiepark Tübingen-Reutlingen 25
TF - TechnologieFörderungsUnternehmen 5 (Ulm)
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